UNTERWEGS

Week-End à Lyon

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Dresden-Hellerau

Und so laufen Elliott und ich an einem frühen Samstagmorgen durch die Gartenstadt am nördlichen Rand Dresdens. Es ist so ruhig, dass ich seinen Atem hören kann. Kein Auto, kein Mensch auf der Straße, nur die hübschen Häuschen stehen Spalier für uns. Hier war ich Teenager und meistens bin ich mit dem Fahrrad dahin gefahren, wo mehr los war. Es hat mich immer gestört, ein Stück von Allem weg zu wohnen, es würde mich auch heute stören.

Aber ein kleiner Wochenendbesuch und – dank Elliott – früher Spaziergang wirken Wunder der Entspannung. In den Häusern vermute ich 50er Jahre Möbelstücke, genauso hübsch arrangiert wie die Buchsbäume im Vorgarten und aufgeräumte Menschen, die nur durch ihren breiten Dialekt zeigen, dass sie nicht perfekt sind.

Der Wald ist hier genauso nah wie die Stadt, die Bürgersteige schmal und die Straßen bergig und eng. Postkartenkulisse. Etwa einhundert Jahre ist die Siedlung alt, damals wurde sie für die Arbeiter der “Werkstätten” gebaut. Sie sollten es schön haben zum Feierabend, jeder seinen kleinen Garten, jeder sein Miniaturhäuschen.

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Verabredungen in Nürnberg

Ein Samstag in Nürnberg. 31 Grad, endlich wieder, und zwei Dates mit zwei Müttern. Zuerst einer ganz neuen und dabei schon so routinierten und charmanten. Herzlichen Glückwunsch, Pia und herzlichen Glückwunsch, Pepe! Das mit den Augenbrauen kannst Du schon richtig gut. Pia ist auch direkt zur Supermama mutiert – beruhigt das Baby und bedient währenddessen die laute Kaffeemaschine und serviert den größten Erdbeerkuchen der Welt. Hut ab! Verabredung Nummer 2 ist mit Mama mia. Sie ist auf der Durchreise, wir schauen uns Nürnberg an, hecheln sogar die Burg hinauf, essen Spaghettieis, reden ohne Pause und trinken Sommergetränke. Sie will jetzt 300 Kilometer Fahrrad fahren, ich steige mit Sonnenbrand im Nacken in den Zug nach Hause.

 

 

 

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Spring 2011 in NYC

Entschuldigen Sie meine Rückwärtsblicke, aber über ein Jahr später und immer wieder tauchen Bilder in den Untiefen der Bibliothek auf.
Es war unsere vorletzte Woche in New York und endlich Frühling. Nach zweieinhalb Monaten Winter mit Unmengen an Schnee, viel Dunkelheit und Cozyness. Und dann auf einmal war alles ganz anders. Die Straßen wirkten offener, die Entfernungen kleiner und auf einmal kamen alle Leute auf die Straße und wollten auch so schnell nicht wieder rein. Im Prinzip ein Frühling wie überall, nur zeitgleich mit dem Beigeschmack von Abschied. Es bleiben Sommer und Herbst zum Wiederkommen.

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Spaziergang von Soho durch Greenwich Village und die Lower East Side bis Downtown Manhattan (sechstes Bild von oben: Carrie’s Home)

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Schöne Orte in New York City

Schöne Orte in New York City

Die berühmten drei Monate sind rum. Die Zeit verging zum Glück nicht rasend schnell wie vorher befürchtet, ich schiebe es vor allem auf die Abwesenheit des Arbeitsalltags. Wenn es nach mir ginge, müsste der auch nicht wiederkommen, aber es muss frische Kohle aufs Konto. Deswegen beginnt nächste Woche der neue Alltag in der neuen Stadt, ein bisschen freue ich mich drauf und vermisse trotzdem die beste Stadt der Welt und zwar wie verrückt. Damit ich mich später erinnere und für alle, die bald hinfahren, hier eine Liste der besten Orte. Rein subjektiv und beliebig erweiterbar. Los geht’s.

Nom Nom Nom

 

Schöne Orte New York City

Fornino” auf der 187 Bedford Avenue, Williamsburg/Brooklyn: Hier gibt es die beste Pizza des Universums, gepaart mit einer 1a-Musikauswahl und supernetten Bedienungen. Ich habe hier mit Muddi Geburtstag gefeiert und dem besten Mann der Welt romantisch in die Augen geschaut, das Drumherum hat immer gestimmt. Außerdem war alles, was ich hier probiert habe, sehr sehr gut, vor allem die Pizzen mit Trüffelöl.

M Noodle Shop” auf der 549 Metropolitan Avenue, Williamsburg/ Brooklyn: Man kann sowohl vor Ort bei den hübschen Bedienungsmädels essen als auch die dampfende braune Papiertüte mit nach Hause nehmen. Ich gestehe, nur letzteres getan zu haben. Lieblingsgericht: N-5 House Special Lo Mein.

“Huckleberry Bar” auf der 588 Grand Street, Williamsburg/Brooklyn: Ob Tag oder Nacht, hier ist es immer dunkel und das ist schonmal die halbe Miete. Neben “dunkel” verdient diese Bar noch die Attribute “wunderhübsch eingerichtet“, “bestens ausgestattet” und “kreativ mixend”. Hier kann man abstürzen oder auch gepflegt einen Cocktail trinken und wenn man Glück hat, stellt einem der Kellner luftgetrockneten Schinken dazu, den er gerade zu viel abgeschnitten hat.

Bliss Café” auf der 191 Bedford Avenue, Williamsburg/ Brooklyn: Zu jedem Sonntagnachmittag gehört ein Stück Kuchen, am besten in einem total niedlichen Ambiente und am allerbesten mit einem humorlosen Veganerpärchen am Nebentisch zum Drüberlustigmachen. Gibt es im besten Fall alles hier.

House of Small Wonder” auf der 20 Skillman Avenue, Williamsburg/Brooklyn: Perfekt für die kleine Kaffeepause zwischendurch in selbstgebauter Zauberatmosphäre.

Sweet Melissa Patisserie” auf der 175 7th Avenue, Park Slope/ Brooklyn: Wenn man Geburtstag hat und nach einem süßen Café sucht, sich durch den kalten Februarwind kämpft und keines findet, dann in diesem zuckersüßen Etablissement landet, wo einem die Bedienung zum Kuchen VON ALLEIN eine Kugel Eis anbietet, dann…. ist man wahrscheinlich ein Glückskind.

Vig27” auf der 119 East 27th Street, Manhattan: Sehr beliebt bei Büromenschen, die zur Happy Hour ihre Cocktails für billig bekommen. Nach Büro- oder Touristenschluss geht’s also zum verdienten Drink unter der Regenbogefahne in gediegen schöner Atmosphäre und mit schnuckeligen Kellnern.

Coffee Shop” am 29 Union Square, Manhattan: Ein typisches 60er Jahre-Diner mit brasilianischem Twist, warum auch immer. Es ist total schön hier, das Frühstück schmeckt fantastisch und die Bar ist gleich nebenan. Alles prima!

16 Handles” auf der 153 2nd Avenue, Upper East Side/Manhattan: Oh my, es ist der Froyo-Himmel! 16 Maschinen mit 16 Frozen Yogurt-Geschmäckern stehen bereit und die Schwierigkeit ist, alle in einem Becher unterzukriegen und trotzdem noch Platz für die Toppings zu lassen. Das Ergebnis wird gewogen, ist nicht billig, aber “hmmmmm” – heaven!

Tom’s Restaurant” auf dem 2880 Broadway, Morningside Heights/ Manhattan: Dieses Diner hat seinen eigenen Text.

The Best Chocolate Cake in the World” 55 Spring St., Nolita/ Manhattan: Dieser Laden heißt so wie das, was es hier angeblich gibt. Leider konnte ich ihn nie ausprobieren, weil es entweder voll war oder ich keine Zeit hatte. Ich bitte inständig um Übernahme dieser Mission, ich glaube, sonst verpassen wir alle was!

Einkaufen

Brooklyn Flea

Fred Flare” – Brooklyn: Erst wollte ich schreiben “Achtung, im Store gibt es nicht alles. Also bestell lieber online und hol es dann ab.” Jetzt sehe ich, dass der Laden dicht ist und die Abholungen über das Lager erfolgen. Auch gut, du sparst dir die Versandkosten und verpasst trotzdem nichts.

“QQ Nails” auf der 23rd Street zw. Park und Lexington, Manhattan: Jedes Mädchen muss in New York mindestens einmal zur Maniküre gehen. Erstens ist es viel günstiger als zuhause, zweitens gibt es Essie- und Opi-Nagellacke in allen Farben und drittens: Mädchen. Meine Freundin Suse hat mir diesen Laden hier empfohlen, mitten in der Stadt, es geht fix und ist trotzdem entspannend.

Uniqlo” auf dem 546 Broadway, Soho/ Manhattan: Hier gibt es japanische Mode mit schlichten Schnitten und feinen Stoffen, trotzdem sind die Sachen erschwinglich. Von zuhause aus gesehen ist der nächste Laden in Paris, also lohnt sich ein Rundumschlag.

Brooklyn Flea Market“: Am Wochenende ist Flohmarktzeit, auch in Brooklyn. Das zauberhafte Winterquartier in der alten Williamsburg Savings Bank wurde leider gegen die Open Air-Varianten eingetauscht, die schönen Stände sind aber zum Glück mit umgezogen. Neben Nerdbrillengestellen und anderem Krimskrams gibt es das beste Essensangebot überhaupt und am schönsten ist der Sonntagsflohmarkt in Williamsburg, gleich neben dem East River State Park.

Sehenswürdigkeiten

Schöne Orte in New York City

Rumlaufen in Brooklyn Heights, Williamsburg, Coney Island, Park Slope, Carrol Gardens, Meatpacking District und und und. Keine Geheimtipps, einfach nur schlendern und abbiegen und gucken und hinsetzen.

Top of the Rock“: Auch das habe ich leider nicht geschafft, aber ich habe gehört, dass der Ausblick von hier tausendmal besser ist als vom Empire State Building. Weil man es nämlich von dieser Plattform aus sieht.

East River State Park“: Bei Tag und Nacht, im Sommer und Winter, nüchtern oder betrunken – hier ist es immer toll. Zwar ist der der Park an sich winzig und mickrig, aber dieser BLICK!!! Wow. Nachts wird der Zaun irgendwann abgeschlossen, aber dann guckt man einfach durch den Zaun oder stellt sich auf den Steg an der N 5th Street nebenan.

“Ausflug nach Long Island”: Von Max Frisch inspiriert, wollte ich immer und unbedingt nach Montauk. Das Auto zu mieten war fast genauso teuer wie mit dem Zug zu fahren (günstig: “All Car Rent a Car” in Brooklyn) und der Ausflug ein Traum! Aber: Nie das Auto vor einem Hydranten abstellen, sonst lernt man auch die Abschleppzentrale genauer kennen.

Ich wollte in tausend Museen und habe es nur in einige geschafft. Das Metropolitan hat mich überfordert, das Moma war fein, aber am allerbesten hat’s mir im Guggenheim und im Whitney gefallen.

Whitney Museum

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Natürlich habe ich was vergessen! Zwei wichtige Dinge:

1. Das beste Eis, das ich jemals aß, gibt’s im “G.R.O.M.”: Bleecker/Carmine St, Greenwich Village. Ausgeschrieben bedeutet es irgendwas mit Gelato und es lässt sich kaum beschreiben wie fantastisch es da schmeckt.. so fruchtig, echt und intensiv. Mmmmmmh! Tipp: Für den Preis einer großen Kugel kann man zwei kleine nehmen und so mehr kosten!

2. Obwohl Carrie Bradshaw immer behauptet sie wohne in der Upper East Side, steht ihr Hauseingang plus Treppe hier: 66 Perry Street, Greenwich Village. Zum Pilgern und auch sonst eine wunderschöne Ecke.

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