UNTERHALTUNG

“Nur ein Bild von Jon Bon Jovi”

Felix und Ludwig von Polarkreis 18 erscheinen in Corporate Identity-Overalls mit weißem Schneestern auf der Brust. Sie sind nett, wie Dresdner es meistens sind, und anders als bei unserem letzten Interview erzählen sie mir größtenteils wahre Geschichten. Eine gute halbe Stunde lang geht es unter anderem um das Gefühl von Zuhause, weiße Wände im Studio und Weihnachtsmarkt-Geheimtipps. Das Album mögen die meisten Kritiker ja nicht so sehr wie die davor, aber die Jungs haben sympathischerweise keine Angst vor der Indiepolizei und verkraften Kritik auch, wenn sie ihnen von der Mama am Telefon vorgetragen wird. Ich stehe auf Pathos und Pomp und auch auf Männer, die mir Komplimente zu meinem T-Shirt machen. Nenn’ es unkritisch, ich sag’ dazu: Dresdner Gemütlichkeit.

[audio:http://www.energy.de/fileadmin/podcast/lokal/sachsen/directorscut/POLARKREIS_18_PODCAST.mp3|titles= Interview mit Polarkreis 18]

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Two to Toulouse!

Philipp Poisel hat einen kleinen Sprachfehler. Schlecht für ein langes Radiointerview, denk’ ich mir vorher, soll immerhin über eine knappe Stunde gehen. Poisel klingt auf früheren Interviewaufnahmen wie ein Franzose, der deutsch spricht, den Mund dabei ungern öffnet und den Kopf dabei gesenkt. Unschön (fürs Radio).
Dann stellt sich heraus, dass er gar kein Französisch kann. Der Sprachfehler ist nicht so schlimm, weil man sich auf das konzentriert, was er sagt. Er klingt unglaublich sympathisch, lacht viel und denkt dann wieder sehr lange über seine Antworten nach. Er spricht in mit vielen “Äh”s und Pausen versetzten Sätzen und sagt so schöne und interessante Sachen, dass es wirklich egal ist, wie er sie sagt.
Kurz: Mit Herrn Poisel lassen sich nicht nur alte Witze aus dem Englischunterricht aufwärmen. Wir reden übers Unglücklichverliebtsein und darüber, wie schwierig es ist Beziehung und Freiheit zu verbinden, dann natürlich noch über Musik und Reisen und und und… Und am Ende nimmt er trotz widrigster Studiotechnik (stimmenfreundlich, gitarrenfeindlich) einen herzzereißenden Unplugged-Song auf. Alles drin, alles drauf, hier:

[audio:http://www.energy.de/fileadmin/podcast/lokal/sachsen/directorscut/PHILIPP_POISEL.mp3|titles= Interview mit Philipp Poisel]

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“Wir gehen auch gern mal wandern”

Es sind die Tage vor dem Start der Fußball-WM und gleichzeitig die ersten richtig heißen in diesem Sommer. Roger (2. vr) und Cajus (2. vl) sind stellvertretend für ihre Band Blumentopf in Deutschland unterwegs um das neue Album “Wir” anzupreisen. Im Studio sind Beide trotz Promotourstress extrem entspannt und gut gelaunt. Sie reden von Michael Ballack, ihrem neuen Hobby Wandern und verraten dann auch noch das Geheimnis, wie man in München seine Traumwohnung bekommt.

Nun ist die WM zwar vorbei, Roger und Cajus (und mir) zuzuhören macht aber immernoch großen Spaß!

[audio:http://www.energy.de/fileadmin/podcast/lokal/sachsen/directorscut/BLUMENTOPF_-_PODCAST.mp3|titles= Interview mit Blumentopf]
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Der deutsche Hip Hop macht Urlaub!

Ende März 2010.

Er hat sein neues Album im Auto gehört. Deswegen will er keine Kopfhörer – seine Stimme hat er ja lange genug auf den Ohren gehabt. Er steht da wie dem Promo-Foto entsprungen – mit Jeansweste, Pornobalken und Röhrenjeans. Er nimmt sich einen Kaffee und ist bereit.

Dendemann zu interviewen könnte anstrengend werden. Immerhin hat er den deutschen Hip Hop quasi miterfunden, weiß Bescheid, kennt sich aus und gibt sich durch erwähnte Kostümierungen ein bisschen unnahbar. Dann aber redet er los. Erzählt mit einer wunderbar tiefen und ruhigen Stimme vom schlimmen Stil der Jugend (schrecklich), vom deutschen Hip Hop (der im Urlaub ist) und prahlt mit TV-Serienwissen (Willy Tenners Schwiegermutter ist die Mutter von Ben Stiller). Stichworte reichen und man könnte ihm ewig zuhören, und nicken und sagen: “Jajaja!”. Und wie immer ist viel zu wenig Zeit.

[audio:http://www.energy.de/fileadmin/podcast/lokal/sachsen/directorscut/DENDEMANN_-_PODCAST.mp3|titles= Interview mit Dendemann]
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Write About Love

Bei manchen Bands freut man sich wie SAU, dass sie wiederkommen. Weil man weiß, dass sie nicht nur ein neues Album rausballern werden, um mal wieder ein bisschen Geld und ein bisschen Ruhm abzusahnen. Und weil man schon bei den ersten Vorboten Gänsehaut bekommt und sich wünscht, die nächsten fünf Wochen mögen schnell vorbeigehen, immerhin waren die letzten vier Jahre doch schon so lang.

Belle & Sebastian scheinen das zu wissen und als eine der besten und fürsorglichsten Bands der Welt haben sie ein halbstündiges Video für uns alle gedreht und den Titeltrack “Write About Love” hier zum kostenlosen Download bereit gestellt.

Und oh, diese Stimme. So viele Erinnerungen, an so viele durchtanzte Nächte und Sonntagnachmittage im Regen. So schön, das alles wiederzuhören. Manche Bands machen nicht einfach nur noch ein Album – manche kommen wieder wie Freundschaften, die man schon bei “gestern” einsortiert hatte. Und man freut sich wie SAU!

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Knock Down These Doors

London scheint voll davon zu sein. Voller guter Musikerinnen um die 20, die alle schon gemodelt haben und dazu tausend Ideen, wie man die Musiklandschaft mal ordentlich aufmischen kann. Hier ist schon wieder so eine: Coco Sumner, Tochter von Übermusiker Sting. Hört man aber zum Glück nicht.

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