August

Getan
Genäht. (Sofakissen, alte T-Shirts enger, Knöpfe an)
Mama iTunes erklärt.
Auf 9 cm-Pumps gelaufen, immer besser.
Schulanfang im strömenden Regen gefeiert und großen Spaß gehabt.
Bei Karstadt Hochzeitstische durcheinander gebracht. (fast)
Ein Bild meines Wohnhauses ins dieses ominöse Internet gestellt.
Buntstifte gekauft, ausgemalt.
Mein erstes graues Haar ausgerupft.

Gemerkt
Das Leben mit Migräne ist doof.
Die längsten drei Minuten sind immer die vor der Mikrowelle.
Ich bin zu alt für so manchen Scheiss.
Biometriebilder sehen scheisse aus.
Als Alkohol vertrage ich nur noch Rotwein, als Gesellschaft nur noch die Besten.

Gehört
Phil Collins am Sonntag.
Philipp Poisel auf Arbeit.
Band of Horses lieber auf CD als live.
Hurts – aber nur das eine Lied.

Gelesen
Elisabeth Rank – Und im Zweifel für dich selbst
Jonathan Safran Foer – Eating Animals

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Herblocks Gesetz

McFlurry mit Daim, Maybelline Pure Make Up, Allegra (Zeitschrift), Hexoraletten, L’Oreal Nurtrissime Tagescreme, DDR-Softeis, gute Placebo-/Interpol-/Coldplay-Songs, Davidoff-Kaffee, IKEA-Papiertüten,… (tbc)

Herblock’s Law: “If it’s good, they’ll stop making it.”

Get a Hobby!

Keiner hat mehr ein Hobby. Das Wort allein klingt schon so 90er, dass es kaum mehr benutzt wird. Früher gab es diese eine Sache, die man gern in seiner Freizeit gemacht hat, vielleicht waren es auch zwei oder drei. Jeder hatte damals irgendein Hobby, und wenn es nur ausgedacht war.
Heute leistet man sich nicht einmal mehr das. Heute besteht die Freizeit aus Aufgaben. Irgendwas muss immer besser gemacht werden – der Körper, die Wohnung, der Intellekt, das Leben. Dabei sollte das Hobby an sich doch komplett sinnfrei sein und nichts produzieren als im schlimmsten Fall selbstgemachte Weihnachtsgeschenke. Es soll kein Geld einbringen, im Gegenteil, und es soll zu nichts gut sein außer Entspannung und Spaß.
Ich gehe mit gutem Beispiel voran, habe “Plants vs. Zombies” bereits zweimal durchgespielt, diverse inTouchs durchgeblättert, Sofakissen genäht (nur ein ganz kleines bisschen sinnvoll und teurer als kaufen) und – neu – Buntstifte gekauft. Zum Ausmalen.

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Meine Meinung zu Google Streetview

Das ist das Haus in dem ich wohne. Das kann jeder sehen, der daran vorbeiläuft und von mir aus auch jeder, der im Internet unterwegs ist. Ausnahmsweise bin ich da mit Lukas Podolski mal nicht einer Meinung:

„Ich lasse mein Haus nicht zeigen. Ein bisschen Privatleben will man noch haben. Es muss nicht jeder wissen, wie ich wohne.“

Das steht heute auf der Titelseite der BILD. Und ich verstehe dieses Zitat nicht so ganz. Haben wir denn alle Lukas’ Adresse? Und wenn ja, wäre es für ihn nicht viel angenehmer, wenn sich alle das Haus im Internet angucken würden anstatt Tag und Nacht davor zu campieren und peinliche Fotos von Lukas beim Müll raustragen zu machen? Denk da nochmal drüber nach, Lukas, und alle anderen bitte auch!

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Wenn man Migräne hat.

Wenn ich an Migräne denke, denke ich an meine Tante. Die hatte früher öfter Migräne. Und auch wenn sie gerade keine hatte, zog sie ein freudloses Gesicht, so als würde ihr immer noch alles wehtun. Oder so als würde diese Migräne ihr alle Freude nehmen, auch wenn gerade nichts weh tut. Manchmal dachte ich auch, es könnte umgekehrt sein – dass sie ihren Kopf immer so freudlos verkrampft, dass dem am Ende nichts anderes übrig blieb als schlimme Kopfschmerzen zu entwickeln.
Heute ist mir klar: Letzteres ist großer Quatsch. Weil ich nun selbst zwei Tage im Monat mit Schlafmaske im Bett liege, Tabletten in mich reinstopfe und hoffe, dass es bitte bald zuende gehen möge. So eine Migräne vereint ja die unschönsten Dinge: hämmernde Kopfschmerzen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit, Übelkeit. Heraus kommt unglaubliche Nutzlosigkeit und Dahindämmerung. Wer mit einer Migräne zuhause bleibt (im Durchschnitt jeder achte Deutsche), der kann weder fernsehen noch lesen noch irgendetwas angenehm kränkliches tun. Alles ist zuviel, nichts geht mehr. Als würde sich der Körper selbst betäuben und auf Stand-by stellen.
Auslöser gibt es viele: Wetterumschwung, Hormone, Alkohol und so absurde Dinge wie Käse. Grund gibt es leider nur einen: Wissenschaftler gehen davon aus, dass Migräne vererbt wird. Das Schlechte daran: Man kann nicht so richtig gesund werden, die Krankheit ist im Körper drin. Das Gute: Man kann seine Familie für das Elend verantwortlich machen, ich in meinem Fall oben genannte Tante. Viel besser macht es das allerdings auch nicht.

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