Bloggeburtstag

Ein Jahr und viel zu wenig geschafft. Das Motto meines Lebens. Aber ich mag meinen Platz hier, ich mag ihn lieber als Facebook und trotzdem schreib ich da drüben mehr rein und öfter. Das ändert sich ab sofort und das ist ein Befehl! Alles Gute für mich und danke fürs Lesen!

Entpacken

Und überall stehen Kisten von Obi in Signalorange. Sie riechen ein wenig nach Keller und Zigarettenrauch. Wir haben ja geraucht bevor wir sie vor fünf Monaten eingelagert haben, jetzt rauchen wir beide nicht mehr und ein bisschen ist es deswegen so, als würde man die Sachen fremder Menschen auspacken. Man denkt sich auch: Was ist in diesen Kisten, die ich monatelang nicht geöffnet habe und sehr gut ohne sie leben konnte? Brauche ich die alle? Ist das meins? Die Fragen beantworten sich Kiste für Kiste. Fotos, Bettwäsche, Buntstifte, meine Lieblingstassen und Unmengen Bücher freuen sich über die Freiheit und neue Plätze im neuen Zuhause. Man weiß sofort, was wo stehen soll, alles wirklich Überflüssige hatte man zum Glück beim Einpacken schon entsorgt und jetzt schaut man sich um und dabei zu, wie das Zuhause in der Fremde wächst und sich ordnet. Man kann den Luxus nicht fassen, mit den Händen über Buchrücken zu streichen, die Waschmaschine nebenan surren zu hören oder quer durch die Wohnung zu laufen. So viel Platz, mehr als ein Zimmer zu zweit, keine Mitbewohner, alles unser Terrain. Nicht mehr aus dem Koffer leben, nicht mehr von fremden Tellern essen, keine Türen mehr schließen. Es ist alles da, was man braucht und noch viel mehr. Und das braucht man genauso. Hallo Schreibtisch, hallo Nähmaschine, hallo Wii Balance Board. Durchatmen und wieder ein Nest haben nach einigen Monaten. Dann will man weiter, überlegt, wo’s jetzt wohl hingeht, was man einpackt und wen man trifft. Und dann, ein wenig erschüttert, merkt man, dass jetzt erstmal hiergeblieben wird, am Ziel des vorläufigen Plans. Ein kleines Loch und dann eine weiche Decke, meine Decke. Was fehlt ist jetzt nur noch ein Hund.

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Karl und Susanna

Sie war Küchenhilfe, er Sohn der Wirtshausfamilie in einem kleinen Ort bei Bautzen. Sie war schüchtern, er ein Draufgänger. Sie die Ältere, er ein paar Jahre jünger. Sie verliebten sich, sie heirateten und bauten sich und ihrer Familie ein Haus. Sie pflegten ihre Mütter und Väter und sie kümmerten sich um Haus und Hof, um Bienen, Hühner und Schafe. Sie rackerten, fuhren selbst fast nie in den Urlaub und waren in den Sommerferien doch immer die beste Anlaufstelle für die Enkel aus der Stadt. Damals fuhren wir mit ihnen Fahrrad um die Teiche, gingen baden und kümmerten uns um Felder voller Blumen und Salat. Dann gab es Makkaroni und Eierkuchen. Heute haben sie insgesamt zehn Enkel und sie kennen all ihre Geburtstage auswendig. Sie wissen, was jeder am liebsten isst und kaufen immer reichlich davon ein. Sie lieben es, die ganze Familie am Tisch sitzen zu haben, der sich biegt dabei.
Sie sind die besten Menschen, die ich kenne und heute feiern sie ihren 55. Hochzeitstag. Hut ab, auch dafür!

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Schöne Orte in New York City

Schöne Orte in New York City

Die berühmten drei Monate sind rum. Die Zeit verging zum Glück nicht rasend schnell wie vorher befürchtet, ich schiebe es vor allem auf die Abwesenheit des Arbeitsalltags. Wenn es nach mir ginge, müsste der auch nicht wiederkommen, aber es muss frische Kohle aufs Konto. Deswegen beginnt nächste Woche der neue Alltag in der neuen Stadt, ein bisschen freue ich mich drauf und vermisse trotzdem die beste Stadt der Welt und zwar wie verrückt. Damit ich mich später erinnere und für alle, die bald hinfahren, hier eine Liste der besten Orte. Rein subjektiv und beliebig erweiterbar. Los geht’s.

Nom Nom Nom

 

Schöne Orte New York City

Fornino” auf der 187 Bedford Avenue, Williamsburg/Brooklyn: Hier gibt es die beste Pizza des Universums, gepaart mit einer 1a-Musikauswahl und supernetten Bedienungen. Ich habe hier mit Muddi Geburtstag gefeiert und dem besten Mann der Welt romantisch in die Augen geschaut, das Drumherum hat immer gestimmt. Außerdem war alles, was ich hier probiert habe, sehr sehr gut, vor allem die Pizzen mit Trüffelöl.

M Noodle Shop” auf der 549 Metropolitan Avenue, Williamsburg/ Brooklyn: Man kann sowohl vor Ort bei den hübschen Bedienungsmädels essen als auch die dampfende braune Papiertüte mit nach Hause nehmen. Ich gestehe, nur letzteres getan zu haben. Lieblingsgericht: N-5 House Special Lo Mein.

“Huckleberry Bar” auf der 588 Grand Street, Williamsburg/Brooklyn: Ob Tag oder Nacht, hier ist es immer dunkel und das ist schonmal die halbe Miete. Neben “dunkel” verdient diese Bar noch die Attribute “wunderhübsch eingerichtet“, “bestens ausgestattet” und “kreativ mixend”. Hier kann man abstürzen oder auch gepflegt einen Cocktail trinken und wenn man Glück hat, stellt einem der Kellner luftgetrockneten Schinken dazu, den er gerade zu viel abgeschnitten hat.

Bliss Café” auf der 191 Bedford Avenue, Williamsburg/ Brooklyn: Zu jedem Sonntagnachmittag gehört ein Stück Kuchen, am besten in einem total niedlichen Ambiente und am allerbesten mit einem humorlosen Veganerpärchen am Nebentisch zum Drüberlustigmachen. Gibt es im besten Fall alles hier.

House of Small Wonder” auf der 20 Skillman Avenue, Williamsburg/Brooklyn: Perfekt für die kleine Kaffeepause zwischendurch in selbstgebauter Zauberatmosphäre.

Sweet Melissa Patisserie” auf der 175 7th Avenue, Park Slope/ Brooklyn: Wenn man Geburtstag hat und nach einem süßen Café sucht, sich durch den kalten Februarwind kämpft und keines findet, dann in diesem zuckersüßen Etablissement landet, wo einem die Bedienung zum Kuchen VON ALLEIN eine Kugel Eis anbietet, dann…. ist man wahrscheinlich ein Glückskind.

Vig27” auf der 119 East 27th Street, Manhattan: Sehr beliebt bei Büromenschen, die zur Happy Hour ihre Cocktails für billig bekommen. Nach Büro- oder Touristenschluss geht’s also zum verdienten Drink unter der Regenbogefahne in gediegen schöner Atmosphäre und mit schnuckeligen Kellnern.

Coffee Shop” am 29 Union Square, Manhattan: Ein typisches 60er Jahre-Diner mit brasilianischem Twist, warum auch immer. Es ist total schön hier, das Frühstück schmeckt fantastisch und die Bar ist gleich nebenan. Alles prima!

16 Handles” auf der 153 2nd Avenue, Upper East Side/Manhattan: Oh my, es ist der Froyo-Himmel! 16 Maschinen mit 16 Frozen Yogurt-Geschmäckern stehen bereit und die Schwierigkeit ist, alle in einem Becher unterzukriegen und trotzdem noch Platz für die Toppings zu lassen. Das Ergebnis wird gewogen, ist nicht billig, aber “hmmmmm” – heaven!

Tom’s Restaurant” auf dem 2880 Broadway, Morningside Heights/ Manhattan: Dieses Diner hat seinen eigenen Text.

The Best Chocolate Cake in the World” 55 Spring St., Nolita/ Manhattan: Dieser Laden heißt so wie das, was es hier angeblich gibt. Leider konnte ich ihn nie ausprobieren, weil es entweder voll war oder ich keine Zeit hatte. Ich bitte inständig um Übernahme dieser Mission, ich glaube, sonst verpassen wir alle was!

Einkaufen

Brooklyn Flea

Fred Flare” – Brooklyn: Erst wollte ich schreiben “Achtung, im Store gibt es nicht alles. Also bestell lieber online und hol es dann ab.” Jetzt sehe ich, dass der Laden dicht ist und die Abholungen über das Lager erfolgen. Auch gut, du sparst dir die Versandkosten und verpasst trotzdem nichts.

“QQ Nails” auf der 23rd Street zw. Park und Lexington, Manhattan: Jedes Mädchen muss in New York mindestens einmal zur Maniküre gehen. Erstens ist es viel günstiger als zuhause, zweitens gibt es Essie- und Opi-Nagellacke in allen Farben und drittens: Mädchen. Meine Freundin Suse hat mir diesen Laden hier empfohlen, mitten in der Stadt, es geht fix und ist trotzdem entspannend.

Uniqlo” auf dem 546 Broadway, Soho/ Manhattan: Hier gibt es japanische Mode mit schlichten Schnitten und feinen Stoffen, trotzdem sind die Sachen erschwinglich. Von zuhause aus gesehen ist der nächste Laden in Paris, also lohnt sich ein Rundumschlag.

Brooklyn Flea Market“: Am Wochenende ist Flohmarktzeit, auch in Brooklyn. Das zauberhafte Winterquartier in der alten Williamsburg Savings Bank wurde leider gegen die Open Air-Varianten eingetauscht, die schönen Stände sind aber zum Glück mit umgezogen. Neben Nerdbrillengestellen und anderem Krimskrams gibt es das beste Essensangebot überhaupt und am schönsten ist der Sonntagsflohmarkt in Williamsburg, gleich neben dem East River State Park.

Sehenswürdigkeiten

Schöne Orte in New York City

Rumlaufen in Brooklyn Heights, Williamsburg, Coney Island, Park Slope, Carrol Gardens, Meatpacking District und und und. Keine Geheimtipps, einfach nur schlendern und abbiegen und gucken und hinsetzen.

Top of the Rock“: Auch das habe ich leider nicht geschafft, aber ich habe gehört, dass der Ausblick von hier tausendmal besser ist als vom Empire State Building. Weil man es nämlich von dieser Plattform aus sieht.

East River State Park“: Bei Tag und Nacht, im Sommer und Winter, nüchtern oder betrunken – hier ist es immer toll. Zwar ist der der Park an sich winzig und mickrig, aber dieser BLICK!!! Wow. Nachts wird der Zaun irgendwann abgeschlossen, aber dann guckt man einfach durch den Zaun oder stellt sich auf den Steg an der N 5th Street nebenan.

“Ausflug nach Long Island”: Von Max Frisch inspiriert, wollte ich immer und unbedingt nach Montauk. Das Auto zu mieten war fast genauso teuer wie mit dem Zug zu fahren (günstig: “All Car Rent a Car” in Brooklyn) und der Ausflug ein Traum! Aber: Nie das Auto vor einem Hydranten abstellen, sonst lernt man auch die Abschleppzentrale genauer kennen.

Ich wollte in tausend Museen und habe es nur in einige geschafft. Das Metropolitan hat mich überfordert, das Moma war fein, aber am allerbesten hat’s mir im Guggenheim und im Whitney gefallen.

Whitney Museum

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Natürlich habe ich was vergessen! Zwei wichtige Dinge:

1. Das beste Eis, das ich jemals aß, gibt’s im “G.R.O.M.”: Bleecker/Carmine St, Greenwich Village. Ausgeschrieben bedeutet es irgendwas mit Gelato und es lässt sich kaum beschreiben wie fantastisch es da schmeckt.. so fruchtig, echt und intensiv. Mmmmmmh! Tipp: Für den Preis einer großen Kugel kann man zwei kleine nehmen und so mehr kosten!

2. Obwohl Carrie Bradshaw immer behauptet sie wohne in der Upper East Side, steht ihr Hauseingang plus Treppe hier: 66 Perry Street, Greenwich Village. Zum Pilgern und auch sonst eine wunderschöne Ecke.

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Apple Stores

Pretty much the essence of New York City.

Apple Stores

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