Wie die Otter

Und wer hat gesagt, dass die Liebe nachlässt? Dass sie weniger wird mit den Monaten, dass man sich daran gewöhnt und nicht selten sogar langweilt. Wer ist der Meinung, dass es okay ist, drei bis sechs Monate wahnsinnig verliebt zu sein und danach geht das Leben dann weiter wie vorher, nur eben mit Anhang? Wer macht das so und ist glücklich damit? Ist es auch okay, wenn die Liebe jeden Tag mehr wird? Passiert das anderen auch, dass drei Tage ohne den anderen sich anfühlen wie Monate und Stunden sind wie Tage? Stimmt es, dass sich Otterpärchen beim Schlafen an den kleinen Pfötchen halten? Ist es kitschig, wenn wir es wie die Otter machen? Nicht nur beim Schlafen, nicht nur beim Zusammensein, sondern immer?

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Erziehungsurlaub

Und während ich endlich mal dazu komme, mein Telefon zu synchronisieren, saugt draußen der Laubsauger und mir zu Füßen liegt und schläft der kleine Hund. Abgesehen von ihm bin ich allein, ich habe frei und ich bin endlich wieder fit. Immer werde ich krank, wenn ich frei habe, oder ich bekomme Migräne, wenn Wochenende ist. Meine Ärztin hat dafür eine gute Erklärung: “Leisure Sickness”. Das meint krank werden, wo man sich doch eigentlich entspannen kann. Sie empfiehlt: Yoga, frische Luft, Bewegung, nicht zu viel Schlaf. Hab ich alles gemacht, es hat ein bisschen geholfen. Es ist auch alles nicht so wild, aber ich will so nicht sein. Ich will nicht Workaholic sein und ich will nicht an die Arbeit denken, wenn ich nicht dort bin. Und ich will keine Magenschmerzen haben und überempfindlich auf Gerüche reagieren, vorallem nicht mit einem kleinen Schatz neu im Haus. Der spielt übrigens grad Klischeehund und jagt seinen eigenen Schwanz. Wir bekommen viel Besuch und das ist super, weil spazieren gehen noch nicht so sein Ding ist. Eher an allem rumknabbern und schlafen, viel schlafen. Da hat seine Ärztin scheinbar nichts dagegen.

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Baby Elliott

Er ist neun Wochen alt, knapp sieben Kilo schwer und obwohl er erst seit drei Tagen bei uns ist, weiß ich: Es ist Liebe!
Denn Elliott mag alles, was ich auch mag. Schlafen zum Beispiel, oder spielen und böse gucken dabei. Er mag Blätter, die im Wind tanzen und Vögel, die wegflattern. Er mag dem Mann ins Ohr beißen und er schläft am Liebsten zu Musik und/oder vertrauten Stimmen ein. Außerdem mag er neben mir liegen, wenn ich Yoga mache und morgens freut er sich, uns endlich wiederzusehen. Er mag Heizungen und fremde Menschen auf der Straße, die sich zackbumms in ihn verlieben.
Genau wie ich mag er aber auch Vieles nicht: Halsband und Leine, die ihm vorschreiben wollen wo er langlaufen soll und wo nicht; oder spiegelglatte Fressnäpfe, in denen er sich selber sieht beim Futtern. Autos sind auch gruselig, Elliott ist immerhin ein Landei. Duschen fetzt gar nicht und ignoriert werden ist fast genauso schlimm. Anders als ich regt er sich allerdings über all das immer nur ganz kurz auf, dann nickt er ein. Ich kann also noch viel von ihm lernen.

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Treats

Das Leben muss mit regelmäßigen Leckerli angereichert werden. Das weiß ich schon, bevor der kleine Elliott am Sonntag hier einzieht. Das Leckerli des Tages kommt von Herrn Mayer Hawthorne!

Mit der Soulmusik und mir ist es so eine Sache, sie geht mir schnell auf den Keks. Manchmal aber auch nicht. Das hat viel mit dem Klang und Einsatz der Stimme zu tun, manche Künstler können da gar nichts dafür, dass sie mir zu viel sind. Er hier ist es nicht. Er singt hoch und tief und schnell und langsam, aber immer fluffig. Viele sagen sicher, es sei sein poppigstes Album und oh oh, jetzt verkauft er sich aber ganzschön. Mir gefällt das allerdings, auch wenn es wie so oft eine Weile gedauert hat, bis Mayer Hawthorne bei mir angekommen ist und ich deswegen gar nicht viel Vergleichsmaterial vorliegen habe. Ich freue mich also schlicht und einfach, dass genau heute sein drittes Album erscheint. “How do you do” heißt es und ich tanze die Antwort: “Fine! Thanks to you-ou-ou!”

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Herbst, Kastanien & Elliott

Es ist Herbst. Es glitzert, es leuchtet und alles ist gut. Die Stadt ist nett zu uns, bei jedem Spaziergang gibt es Neues und da ist noch so viel mehr, was sich bisher versteckt hält. Ab morgen soll es regnen und kalt sein – kein Problem, in 79 Tagen ist nämlich schon Weihnachten und irgendwo muss der Schnee ja herkommen. Und überhaupt ist es die Zeit der Countdowns im ganzen Genießen der letzten Sonnenstrahlen, denn schon in drei Tagen holen wir Elliott ab, den neun Wochen alten, schokoladenbraunen Labrador. Elliott Cupcake Steve wird er heißen, der letzte Name ist ganz neu dazu gekommen, immerhin zieht er in einen Nerdhaushalt. Es steht auch schon alles bereit: Fressnapf und zwei große Kissen zum Schlafen und Rumliegen (ich habe gehört, das machen Hunde gern und oft, Welpen wiederum eher nicht, mal sehen, oh oh). Wir halten die Leine, das klitzekleine Halsband, Futter, Leckerli und ganz viel Liebe bereit. Im Herbst ging früher das neue Schuljahr los und als die Kastanien vom Baum fielen, roch es nach Veränderung und Gemütlichkeit zugleich, genau wie jetzt.

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