i Tamasotti, Verona | Julie Fahrenheit

Ich wohne jetzt seit vier Jahren in München und noch nicht einmal – nicht ein einziges Mal – bin ich über die Alpen rüber nach Italien gefahren! Das darf ich eigentlich keinem erzählen, aber hier bin ich ja sicher. Und ich schäme mich ja selbst ein bisschen – auch wenn wir es jetzt, nach vier Jahren, endlich geschafft haben! Und was soll ich sagen, es hat sich gelohnt und ging genauso fix wie gedacht – nur fünf Stunden bis in die Weinberge von Verona, für ein langes Wochenende.

Von München aus ist man ja ratzefatz in Österreich, soviel wusste ich schon, aber dieses Erlebnis über die Alpen vom Fastschonherbst in den Immernochsommer zu fahren, das hatte ich das letzte Mal, als ich von weiter weg hierher gefahren bin, ein herrliches Gefühl! Der Autovermieter hatte uns passenderweise einen Fiat 500 gegeben und so haben wir uns erstklassig in den italienischen Verkehr eingefädelt, inklusive abrupter Spurwechsel. Vorbei an den Obstplantagen von Südtirol und immer die blaugrüne Fluss, Adige, den wir dann später auch in Verona wiedergetroffen haben. Statt ein Hotel haben wir ein Zimmer in einem Agriturismo gebucht, eine Empfehlung von Münchnern, die öfter als einmal in vier Jahren nach Italien fahren. Im Prinzip bedeutet Agriturismo, dass man auf einem Bauernhof untergebracht ist, oft ist es aber auch ein Weingut oder eine Olivenfarm, je nach Preis wirklich bäuerlich oder eher hotelmäßig. Bei uns war es letzteres und dazu gab es vom Balkon einen wunderschönen Blick auf Verona zu unseren Füßen – der perfekte Picknick-Platz. (alle Links gibt’s ganz unten gesammelt)

i Tamasotti, Verona | Julie Fahrenheit

i Tamasotti, Verona | Julie Fahrenheit

i Tamasotti, Verona | Julie Fahrenheit

i Tamasotti, Verona | Julie Fahrenheit

i Tamasotti, Verona | Julie Fahrenheit

Nein, wir waren nicht am Balkon der Julia, weil ich nämlich vorher in der “Gebrauchsanweisung für den Gardasee” gelesen hatte, dass Julia da niemals stand (weil es sie nicht gab), das Ding eigentlich ein Sarg ist und erst vor 100 Jahren an die Fassade gepappt wurde. Stattdessen sind wir – Lieblingsbeschäftigung – planlos durch die Straßen gelaufen, vorbei an der Arena, kleinen Parks und dem Eisladen meiner Träume. Im Savoia gibt es nicht nur sehr, sehr, sehr gutes Eis in der Waffel, sondern auch Eis-Patisserie und so gewagte Experimente wie aufgeschnittene Brioche mit einer Eiskugel drin. Einen wunderschönen Blick von oben hatten wir im vor vielen Jahrhunderten angelegten Park Giusti. Das Stufen steigen lohnt sich!

Giardino Giusti Ausblick, Verona | Julie Fahrenheit

Giardino Giusti, Verona | Julie Fahrenheit

Ausblick vom Giardino Giusti, Verona | Julie Fahrenheit

Giardino Giusti, Verona | Julie Fahrenheit

Verona | Julie Fahrenheit

Piazza Erbe, Verona | Julie Fahrenheit

Verona | Julie Fahrenheit

Verona | Julie Fahrenheit

Verona | Julie Fahrenheit

Wegen unseres traumhaften Weinbergausblicks haben wir wir nur an einem Abend auswärts gegessen. Die Antica Torretta empfehle ich allerdings uneingeschränkt weiter, erstens die Lage: untergebracht im hübschen Palazzo Cerù, genau wie das Österreichische Konsulat und ein schickes B&B, falls man lieber urban statt weinbergig wohnen möchte, und zweitens: Trüffelnocken, die auf der Zunge zergehen und ein geschenktes Dessert. Grazie!

Palazzo Cerù, Verona | Julie Fahrenheit

Antica Torretta, Verona | Julie Fahrenheit

Antica Torretta, Verona | Julie Fahrenheit

Antica Torretta, Verona | Julie Fahrenheit

Ach und am Gardasee waren wir natürlich auch noch, ist ja nur eine knappe Stunde entfernt. Baden und rumlümmeln im Parca Baia delle Sirene unter Olivenbäumen mit Alpenblick als ganz neue September-Erfahrung und dann aber auch schnell wieder zurück in die Stadt, sonst droht Touristen-Overkill.

Parco Baia delle Sirene, Garda | Julie Fahrenheit

Parco Baia delle Sirene, Garda | Julie Fahrenheit

Parco Baia delle Sirene, Garda | Julie Fahrenheit

SSW 33 im Parco Baia delle Sirene , Garda | Julie Fahrenheit

Was haben wir uns erholt in unserem letzten Mini-Urlaub zu zweit! Und eins ist sicher: nochmal lasse ich keine vier Jahre vergehen bis zum nächsten Italien-Ausflug!

Hier waren wir: geschlafen im i Tamasotti / geschlendert und von oben auf die Stadt geschaut im Giardino Giusti / sehr deliziös gegessen in der Antica Torretta / Gelato inhaliert im Savoia / gebadet und unter Olivenbäumen gelesen im Parco Baia delle Sirene am Gardasee / und für den nächsten Gardasee-Ausflug schon vorgemerkt: ein Ausflug auf die Westseite des Gardasee nach Gardone Riviera inklusive des Botanischen Gartens

Brenner | Julie Fahrenheit

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