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18 Apr 2011

Pretty much the essence of New York City.

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Urbane Faulheit

02 Mar 2011



Es ist das Second Stop Cafe in Williamsburg, Brooklyn und ich bin zum Kaffee mit Suse verabredet. Entspannen ist allerdings nicht ganz einfach, denn überall wird gearbeitet bzw. so getan. Man kennt das von zuhause, aber in diesem Ausmaß wirkt es trotzdem ein wenig exotisch. Sogar Suse hat ihren Laptop dabei. Sie arbeitet, ich versuche mit dem iPhone etwas mitzumachen, zwischendrin quatschen wir. Das ist erstaunlicherweise total entspannend. Aber auch weil ich dann statt zu arbeiten im New York Times-Magazin lese, einen Artikel über Schokoladenkuchen.

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Wer in den Urlaub fährt, freut sich auf neue Entdeckungen, soll aber andauernd die Lieblingsplätze seiner Freunde besuchen.

So selten und so schön ist sie, die Reise. Einmal geplant und gebucht, bereitet der Urlauber sich liebevoll darauf vor, denkt sich an diesen und jenen Ort, liest sich etwas Wissen an. Das alles tut er, damit sie schön wird, die Reise und eindrucksvoll, damit er neue Dinge entdeckt, von deren Existenz er vorher nichts ahnte. Und damit er Orte sieht, die keiner vor ihm sah, zumindest keiner, den er kennt. Er vermeidet die Marco Polo-Büchlein mit ihren „Insidertipps“, denn er möchte lieber alleine durch Gassen schlendern oder in schlechtem Einheimisch den Concierge fragen, wo er in diesem Ort wohl das beste Essen serviert bekäme. So denkt er sich das, und erzählt dann einem Freund von seinen Plänen.

Ab diesem Zeitpunkt verliert die Reise etwas an Glanz, es ist ein wenig, als würde dein kleine Bruder einmal quer über die Waffel lecken bevor er dir das Eis reicht. Denn ein Freund tut in dieser Situation, was ein guter Freund eben tut: Er gibt ihm Tipps. Natürlich war er selbst schon in dieser Stadt und natürlich gibt es da jede Menge falsch zu machen. Das will der hilfsbereite Freund nicht und erzählt von sämtlichen eigenen Erfahrungen. Die solle der abreisebereite Freund bitte gleich mal mitnehmen, die würden ihm helfen. Das beste Frühstücksei zum Beispiel, das gebe es in diesem kleinen Hotel in der und der Straße im Stadtteil, von dem der Reiseplanende noch nie vorher gehört hat. Da MÜSSE er absteigen, das ginge gar nicht anders. Der Freund redet sich in Rage, warnt vor Touristenfallen, in die der Reisende gar nicht vor hatte zu tappen und im Laufe des Gesprächs tut der Freund immer mehr, als wäre diese Stadt seine eigene, als wäre er dort aufgewachsen, kenne alle Tricks und teile sein Wissen gern. Solche Gespräche wiederholen sich vor der Abreise noch einige Male mit verschiedenen Menschen und nie sind es die gleichen Hinweise, die der Reisende bekommt. Er solle dort Pizza essen und da einkaufen gehen, unbedingt Dies mal anschauen und auf keinen Fall Das verpassen. Höflich ist der Reisende und macht sich Notizen mit Adressen und Wegbeschreibungen, U-bahn-Linien und sogar Speisekartenauszügen. Er wird zunehmend verwirrter und denkt sich, dass es wohl leichter gewesen wäre, einfach einen Tag vor Abreise einen Marco Polo-Reiseführer zu kaufen. Er überlegt, wie er all die Lieblingsplätze seiner Freunde in seiner Reise unterbringen kann und wo da Platz bleibt für seine eigene Liste, die er sich in seiner touristischen Blauäugigkeit zusammengestellt hat ohne zu bedenken, dass es hier und da auch schrecklich oder langweilig oder beides sein könnte. Kurz: Der Reisende ist angespannt.

Was er nicht merkt: Es geht hier mal wieder um Angeberei, wenn auch unbewusst. Die Empfehlungen seiner Freunde sind sicher alle lieb gemeint, dienen aber im Prinzip nur dazu, der eigenen Weltgewandtheit Ausdruck zu verleihen. Natürlich war mittlerweile jeder schon einmal in New York und natürlich immer in einer anderen Gegend und einem anderen Hotel und NATÜRLICH sind die Erinnerungen seitdem ein bisschen ausgeblichen oder besser aufpoliert worden. Der Freund hat sich damals gut gefühlt, er urlaubte und das auch noch in so einer tollen Stadt oder Gegend, da kam ihm Vieles supertoll vor. Natürlich hat er nicht alle Hotels, alle Clubs und alle Restaurants getestet, genauer gesagt waren es so wenige, dass der Reisende davon ausgehen kann, dass noch einige gute Orte für ihn zu entdecken sind. Immerhin liegt der Reiz am Reisen ja genau in den kleinen Entdeckungen, die jeder selbst macht und auf die er stolz ist. Das Gefühl in solch einer eigenen Entdeckung zu sitzen ist mit euphorisch, wissend und einfach nur super zu beschreiben. An einige Orte wird sich der Reisende noch lange erinnern und genau von diesen wird er seinen Freunden erzählen, wenn er wieder zuhause ist. Er würde am liebsten immer mal wieder hinfahren, noch einmal dieses Gefühl haben und wenn er es schon nicht kann, dann wenigstens die Menschen, die ihm am Herzen liegen. Sobald der Ort erwähnt wird, freut er sich, erzählt vom Margarita in der besten Bar der Welt und schließt mit: „Da musst Du dann auch unbedingt hin!“ Er hat vergessen, was dieser Satz für ihn bedeutet hat. Und auch, dass er selbst nie dahin gegangen ist, wo seine Freunde ihn hingeschickt hatten.

Dieser Text wurde zuerst auf jetzt.de veröffentlicht.

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A Visual Life

10 Jan 2011

Die Sache mit den meisten Mode- oder Street Style-Blogs ist die, dass ich meistens laut schreien möchte beim Durchklicken. Menschen, die sich unglaublich toll finden, stehen da in ihren schrecklichen Klamotten und gucken arrogant in die Kamera, als hätten sie seit Jahren nur für diesen Moment geübt. Man stellt sie sich vor, wie sie zuhause vorm Spiegel stehen, die Füße ineinanderdrehen und verschiedene Blicke einstudieren. Diese Bilder und diese Art der Künstlichkeit machen mich so überhaupt nicht an.
Und dann ist da The Sartorialist, ein Blog mit Fotos von gut gekleideten Menschen. Und “gut” bedeutet hier nicht, um jeden Preis aufzufallen, sondern exzellenten Geschmack so zu tragen, dass nichts aufgesetzt und unnatürlich wirkt. In diesem kurzen Portrait erzählt Scott Schumann, dass er am Tag nur wenige Motive sieht, die er knipsen möchte. Wie seine Augen auf der Suche nach ihnen hin- und herflitzen, ist nur einer der beeindruckenden Aspekte des Films.

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Schreckliche Friseursalonnamen gibt es viele, unverhältnismäßig mehr als gute sogar. Und das hier ist einer der schlimmsten der Welt! (gesehen in Rehau bei Hof)

PS: Und hiergibt es dazu die umfangreichste Sammlung überhaupt. Großartig schrecklich!

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Herblocks Gesetz

23 Aug 2010

McFlurry mit Daim, Maybelline Pure Make Up, Allegra (Zeitschrift), Hexoraletten, L’Oreal Nurtrissime Tagescreme, DDR-Softeis, gute Placebo-/Interpol-/Coldplay-Songs, Davidoff-Kaffee, IKEA-Papiertüten,… (tbc)

Herblock’s Law: “If it’s good, they’ll stop making it.”

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Das ist das Haus in dem ich wohne. Das kann jeder sehen, der daran vorbeiläuft und von mir aus auch jeder, der im Internet unterwegs ist. Ausnahmsweise bin ich da mit Lukas Podolski mal nicht einer Meinung:

„Ich lasse mein Haus nicht zeigen. Ein bisschen Privatleben will man noch haben. Es muss nicht jeder wissen, wie ich wohne.“

Das steht heute auf der Titelseite der BILD. Und ich verstehe dieses Zitat nicht so ganz. Haben wir denn alle Lukas’ Adresse? Und wenn ja, wäre es für ihn nicht viel angenehmer, wenn sich alle das Haus im Internet angucken würden anstatt Tag und Nacht davor zu campieren und peinliche Fotos von Lukas beim Müll raustragen zu machen? Denk da nochmal drüber nach, Lukas, und alle anderen bitte auch!

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