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Die Lösung: Seaweed Snack

Ich war in New York schonmal süchtig, mehrmals die Woche musste ich dringenst zum Trader Joe’s am Union Square fahren, um neue Packungen Seaweed zu kaufen. Eine Scheibe ist durchsichtig, getrocknet und salzig. Und hat fast null Kalorien, immer gut, vorallem wenn man so schnell süchtig wird wie ich. Die Sucht blieb aber in New York, denn abgesehen von Supermärkten habe ich nirgends hier etwas Ähnliches gesehen. Nun ja, ich hätte mal aus der Haustür und 100 m weiter in den Asiamarkt gehen sollen. Da liegen sie nämlich rum. Oder dieses Rezept hier ausprobieren sollen! Egal, ich bin wieder süchtig und da sogar Vitamine drin sind, komplett ohne schlechtes Gewissen.

 

Bake a Cake

gesehen hier

Und nicht nur dann. Es gibt immer mehr Wochenenden, an denen ich Teig mache und alleine das ist so ein unglaublich gutes Gefühl. Er könnte da auch so stehen bleiben, der Teig. Eier, Mehl, Milch und dann wird eine Masse daraus und später Kuchen. Ein kleines Wunder. Und es gibt nichts Einfacheres als Backen. Man darf nämlich nicht improvisieren. Das geht mir beim Kochen immer daneben, beim Backen kommt es gar nicht erst in Frage. Also exakt 150 Gramm hiervon, 400 davon, ohne zu hinterfragen, ohne nachzudenken. Und am Ende Eierlikörkuchen (siehe unten) oder einer mit Rhabarber, man sucht sich das schönste Bild aus und macht den Kuchen, wie auch immer das alles genau funktionieren mag. Und wenn es ein gutes Rezept war, dann schmeckt das Ergebnis. Ich habe festgestellt, dass man mit Dr. Oetker nie falsch liegt, schmeckt immer, meistens wie von Omi. Und die ist das Maß aller Kuchendinge, wie jeder weiß.

Die gute Hausfrau

Ich bin der müdeste Mensch der Welt und ich beiße in eine Zimtschnecke. Sie ist frisch und sie ist selbstgebacken. Von mir. Heute früh um sieben. Bin ich verrückt? Nein, ich dachte mir nur, dass es schön wäre, keine Schokolade zu kaufen und sie in Schuhe zu stecken, sondern dass es einer neuen Tradition bedarf: der Nikolauszimtschnecke. Am Namen muss ich noch etwas feilen, der Rest steht. Am Nikolausabend steht die gute Hausfrau (ich) etwa drei Stunden in der Küche, damit der beste Mann der Welt (er) am Nikolausmorgen vom Duft frisch gebackener “Cinnamon Rolls” aufwacht. Es ist das mindeste, was ich tun kann, nachdem er jeden Tag für mich kocht und überhaupt. Die Hälfte der drei Stunden geht der Teig, es ist also eher passiv verbrachte Küchenzeit und wie eingangs erwähnt, habe auch ich was davon. Der Mann hat sich natürlich sehr gefreut über die neue Tradition, auch wenn es ihm wohl etwas komisch vorkam, mich früh um sieben durch die Küche springen zu hören. Aber die vorbereiteten Schnecken müssen aus dem Kühlschrank genommen, eine halbe Stunde stehen gelassen und dann abermals eine halbe Stunde gebacken werden. Da kann man gut Kaffee kochen und mit dem Hund rausgehen. Immer wenn ich so bin, denke ich an Rory in den Gilmore Girls, wie sie mal Hausfrau gespielt hat für Dean, ihre erste Liebe. So fühle ich mich dann, obwohl ich schon etwas älter bin als 16. Ich spiele gern Hausfrau, und dann ist auch wieder gut. Mmmh, Zimtschnecken.

Und damit der Servicegeanke nicht zu kurz kommt, hier das Rezept und das Ergebnis:

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