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Die Lösung: Smash Book

So viel Kram und so wenig Ablagefläche. Also im Prinzip viel Ablagefläche, aber die sieht mit Blumenstrauss dekoriert viel besser aus als wenn sich darauf die Zettelchen der letzten Tage und Wochen, ach Monate sammeln. Die Pinnwand ist auch schon dicht und wenn alles zu viel ist, dann muss alles weg. Eintrittkarten – braucht kein Menschen mehr, Flyer von vorvorletzter Nacht – weg damit! Dann sieht es ganz ordentlich aus und später findet man eine Kiste von 2004. Da hat man all diese kleinen Dinge aufgehoben: Sommer in Nantes, Feist-Konzert, TGV-Ticket nach Paris… kann man auch jetzt nicht wegwerfen, bleibt in der Kiste.
Oder kommt demnächst vielleicht in eins dieser Bücher, genau wie alle neuen kleinen Zettelchen, von denen es auch acht Jahre später noch mehr als genug gibt, trotz Pinterest und trotz Facebook. Für ein Aufräumen ohne kompletten Kahlschlag und Erinnerungen, Inspiration und die kleinen, erinnungswürdigen Dinge. Hier zu bestellen.)

Individuell erwachen

Kein Geräusch ist schlimmer als das des Weckers und es ist völlig egal, welcher Ton da zu welcher Zeit eingespeichert ist. Geweckt werden ist immer doof, für mich jedenfalls und deshalb habe ich Leute noch nie verstanden, die sich von ihrem Lieblingslied oder dem Radio wecken lassen. Den Geräuschen, die meinen Schlaf unterbrechen, gebührt tiefste Abneigung und die potentiert sich mit jedem Tag. Das führt einerseits zu schlimmer Morgenmuffligkeit und dann auch noch zu kleinen Tiefs im Laufe des Tages und zwar immer, wenn irgendwo ein Telefon mit meiner Weckermelodie klingelt. Wie kann man nur? Am besten wäre es also, wenn es da jemanden gäbe, der mir jeden Tag einen neuen Ton einspeichert, am besten ganz besonders supernett verpackt und mit Musik unterlegt.

Dachte sich auch die japanische Bekleidungsfirma UNIQLO und packte eine entsprechende App auf den Markt: ‘UNIQLO WAKE UP’. Die macht sich jeden Morgen die Mühe, abhängig von Uhrzeit, Wetter und Wochentag ein Lied zu komponieren und damit weckergeplagte Menschen rund um die Welt sanfter aus dem Traumland zu holen als es sogar Mutti vermag. Komponiert wurden die einzelnen Liedteile von Keigo Oyamada aka. Cornelius, der immerhin vor drei Jahren für einen Grammy nominiert war, und Yoko Kanno. Die Musik ist minimalistisch, die Stimme eindeutig computergeneriert, aber trotzdem ganz angenehm. Einmal erwacht, schaut man jeden Tag auf eine neue Hintergrundfarbe im sowieso schon sehr geschmackvollen Design und social ist die App auch noch. Wer mag, kann sein Lied des Tages bei Facebook, Twitter oder weiteren japanischen Netzwerken teilen. “Gekauft!”, würde ich sagen, wenn die App nicht sowieso kostenlos wäre. Danke Uniqlo! (Und jetzt eröffnet bitte auch bald eine Filiale in Deutschland!)

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