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Angst

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Manchmal, wenn ich bei der Nachtschicht sitze und keiner außer mir im Studio ist, keiner in der Redaktion drumherum, erst wieder fünf Stockwerke weiter unten an der Pforte, wenn ich also ganz allein in einem Riesenhaus bin, mitten in der Nacht, dann habe ich viel Phantasie.

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Herzlichen Glückwunsch, Clueso!

Clueso

Heute ist Release-Day (huch, ich seh grad erst nächste Woche, aber ich lass das jetzt einfach so, okay?), als Musiker der Moment, in dem die knallharte Wahrheit in Form von Verkaufszahlen und Chartsquatsch ans Licht kommt. Clueso machte allerdings nen ganz entspannten Eindruck die Tage und das obwohl “Stadtrandlichter” genau heute rauskommt und sein erstes Album seit drei langen Jahren ist.

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Und Elliott so:

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Isar, Sonne, Ball – perfekt – und später noch ein Eis! Von der Reichenbachbrücke bis zur Floßlände, wo wir uns kurz verloren haben für zehn Minuten, die sich wie eine schreckliche Ewigkeit anfühlten.

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Tom Ford und ich

Tom Ford

Ich habe mal mitgezählt, wie oft ich gefragt werde. In den letzten drei Tagen: 9 mal. Im Schnitt will also drei mal pro Tag (hab ich gut ausgerechnet) jemand wissen, wonach ich eigentlich so gut rieche, Männer und Frauen ungefähr gleich oft. Ich bekomme für dieses Parfum mehr Komplimente als für Klamotten und Haare und andere Äußerlichkeiten. Es fühlt sich auch eher so an als würde mich jemand für meine gute Arbeit loben, als wäre es eher etwas Inneres.

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Lieblingslied: Ryan Adams “My Wrecking Ball”

Ryan Adams“Er ist wieder da!” Ich weiß nicht wie oft ich das dieses Jahr schon im Radio gesagt habe, sehr oft, 2014 ist das Jahr der musikalischen Fruchtbarkeit und Rückkehr. Nach drei Jahren ist jetzt auch Ryan Adams zurück – als Musiker zurück, er hat fleißig für andere produziert in der Zwischenzeit, Jenny Lewis oder Fall Out Boy zum Beispiel – sein neues Album erscheint am Freitag und heißt wie er selbst. Auch das eine Mode, die mir dieses Jahr schon aufgefallen ist, aber vielleicht kaufen so wenige Leute noch Alben, dass der Titel auch schon egal ist oder es ist als Zeichen der Tiefe zu verstehen, so in der Art: ich bin endlich bei mir, das hier ist pures, destilliertes Ich, hoffentlich ersteres.

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Hochzeit

18. 07. 2014

Ich hatte also mein Kleid, die Blumen waren bestellt und das Abendessen auch. Zwei Tage noch, dann ist Hochzeit und alles fertig, verrückt. Ich habe mich gefreut und wie immer: zu früh. Denn erst war da dieser Wasserfleck an der Wand, durch die Tapete genässt als schönes Viereck, leicht müffelnd. Und dann holte ich mein Kleid vor dem letztem Dienst vorm Urlaub noch ganz schnell aus der sogenannten Reinigung ab und wurde mit dem Satz empfangen: “Es gibt da ein Problem mit dem Kleid.”

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Lieblingslied: Interpol “All the Rage Back Home” + Doku

Interpol_Julie_Wagenaar

Foto: Julie Wagenaar

Irgendwann ging das los, dass ich neue Musik nicht mehr so in Massen gut fand. Früher beim Uni-Radio haben wir uns auf alles gestürzt, was reinkam und entdeckten jede Woche mindestens eine tolle Band zwischen dem ganzen Quatsch. (Damals kamen noch CDs rein, auch die Guten, es waren goldene Zeiten.) Mit den coolsten neuen Bands machten wir Interviews aus und bekamen erstaunlich oft auch einen Termin. Und dann fuhren wir von Leipzig nach Berlin, Dresden oder manchmal auch nur bis ins Conne Island und machten, was wir damals für gute Interviews hielten. Die meistens Bands waren nett und antworteten trotzdem etwas Kluges, danke dafür im Nachhinein.

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