Pilea: Pflege, Vermehren & Angeberwissen

Es gibt kaum ein Geschenk, das gerade besser ankommt als meine kleinen Töpfchen mit Pilea-Sprösslingen. Ufo-Pflanze heißt sie auch, aber Pilea klingt ja wohl sehr viel besser. Und wie sie aussieht, so filigran und nicht von dieser Welt, kein Wunder, dass sie gerade in jedem Wohnzimmer steht, das was auf sich hält. Und wo sie noch nicht steht, sollte sie einziehen, denn sie ist ein vorzüglicher Gast!

Angeberwissen: Die Pilea peperomioides hat viele Namen: Chinesischer Geldbaum, Elefantenohr oder Ufopflanze, um hier nur die hübschesten zu nennen. Sie kommt aus China und wächst dort wild in den Bergen, gern auf schattigen, feuchten Steinen. Ein Norweger nahm die ersten Ableger mit aus China, wo Pileas auch als Zierpflanze gezüchtet wurden, und von Norwegen aus gab es einen ersten Pilea-Hype in den 1940ern. Klar, die Skandinavier, immer ganz vorn mit dabei, wenn es um Interior-Trends geht!

ein klitzekleiner Ausschnitt Insta-Bessessenheit #pilea

Pflege: Dieser Absatz wird kurz, denn die Pilea ist sehr anspruchslos. Einmal in der Woche gießen reicht (spätestens sobald die Blätter etwas labbrig werden), Sonne oder Schatten ist ihr relativ egal, es sollte nur nicht zu grell sein, weil sonst das schöne Grün eher in Gelb umschlägt. Die Pilea mag hohe Luftfeuchtigkeit und stabile Temperaturen, gedeiht also hervorragend im Schlafzimmer (wenn es oft gelüftet wird). Aber wie gesagt, überall anders auch, nur unter 10 Grad sollte sich nicht lange aushalten müssen. Bei mir steht sogar eine Pilea im Flur, weit weg von natürlichem Licht. Generell neigt sie sich gern dem Licht zu, es lohnt sich also, den Topf ab und zu zu drehen, damit der Stamm gerade wächst. Auf dem Foto blühen meine gerade, sehr unauffällig, aber ein Zeichen, dass es ihnen gut geht.

Vermehren: Ein Sommer auf dem Balkon und meine Pilea hat so viele Babies, dass ich Pflanztöpfe nachkaufen muss. Ich frage mich wirklich, warum Pileas nicht im Blumenladen verkauft werden. Oder ist das gar eine Geschäftsidee? Auf jeden Fall bilden sich die Ableger direkt am Stamm, unten nahe oder in der Erde. Es ist nicht nötig, die Wurzel zu teilen, es reicht, den Sprössling soweit unten wie möglich sauber abzuschneiden und in einen frischen Topf mit feuchter Erde zu stecken. Ein paar Wochen später schlägt die kleine Pilea schon Wurzeln und ist bereit, verschenkt zu werden. Ich benutze normale Bio-Erde (ohne Torf) aus dem Blumenladen.

Sind sie nicht prächtig?!

Und? Wer mag einen Ableger? Schreibt mir eine Mail an julie at juliefahrenheit.com! Ich habe sie schon bis in die USA geschmuggelt verschickt, sie halten also locker ein paar Tage im Briefumschlag aus.

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