Achensee, Tirol


Eine Woche, nur wir drei – Mama, ich und Nina. Ein toller Plan! Und in der Umsetzung mit Bergen, See und Kaiserschmarren noch besser! Am Achensee ist man von München aus in anderthalb Stunden, jede längere Anfahrt lohnt sich allerdings auch!

Oh, was haben wir überlegt und recherchiert. Griechische Insel, Ostsee oder Bergsee? Auf diese Auswahl lief es letztendlich raus und die letztere Variante hat dann gewonnen, weil wir weder fliegen noch stundenlang fahren wollten. Also nur Mama musste fahren, vier Stunden sogar, aber von München aus, wo der Großteil der Reisegruppe wohnt, ging’s dann superfix, hinter Bad Tölz über die Grenze und zack, ist man in Tirol.

Da werd ich mich nie dran gewöhnen, dass die Berge so verdammt nah sind! Der Achensee ist quasi umgeben davon, Karwendel im Westen, Alpen im Osten. Und wir mittendrin, in einer kleinen Ferienwohnung unterm Dach und einem Wetter, das besser nicht hätte sein können, vor allem wenn man bedenkt, dass für jeden Tag der Woche Regen angesagt war. Glück muss man haben! Und gute Ideen, was man in sieben Tagen mit Oma, Mama, Kind so anstellen kann:

Wandern. Da Nina noch nicht so richtig lange alleine läuft, brauchten wir kinderwagentaugliche Strecken. So richtige Bergtouren fielen also aus. Schaaade :) Wir sind dafür einmal den See lang gelaufen, immerhin 12 Kilometer von Achenkirch bis Maurach und soooo pitoresk! Laufen, Eis essen, Füße in den – eiskalten – See halten, noch ein Eis und  die Strecke zurück mit dem Linienbus, den man hier übrigens kostenlos nutzt.
Die zweite Wanderung war schon abenteuerlicher! Wir sind mit der Bergbahn rauf auf den Zwölferkopf und wollten dann dort auch nicht einfach nur so rumstehen. Also sind wir den “leichten Rundweg” gelaufen, wird schon gehen, und ging auch ein ganzes Stück. Vorbei an einer Alm, wo wir frische Buttermilch getrunken und Kühe gezählt haben. Und die zweite Hälfte führte dann leider einen recht steilen Waldweg rauf, keine Chance mit Wagen, den Mama und ich dann abwechselnd getragen haben, der andere trug das Kind. Puh, oben am Gasthof angekommen hatte ich dann doch das Gefühl, gewandert zu sein. Auf einmal hab ich den Ausblick ganz anders genießen können und der Kaiserschmarren war extragut!

Baden. In Achenkirch, gleich ums Eck der Ferienwohnung gab’s ein schönes Strandbad, mit Spielplatz, Eis und flachem Kinderbereich, der direkt vom See abgezwackt wird. Zum ausgiebigen Schwimmen ist der See leider sogar im August ein bisschen zu eisig, planschen geht, aber lange hab ich’s nicht ausgehalten. Stattdessen habe ich dieses Stand Up Paddling probiert und hätte jetzt gerne auch so ein Board und nen See in der Nähe!



Boot fahren. Wenn schon nicht weit schwimmen, dann wenigstens quer über den See Tretboot treten. Geliehen gegenüber des Strandbads und viele neue Blicke auf die fast schon vertrauten Berge genossen. Ein größeres Boot haben wir auch noch probiert, das war aber nicht annähernd so schön, zu viele Menschen, zu schnell, zu unromantisch.

Ziegen streicheln auf der Alm. Wir wollten dem Kind so richtig was bieten, also sind wir mit dem Auto zur Eng Alm gefahren. Ein Traum! Total Touristenfreundlicher Spaziergang hoch und dann Ziegen, Schweine, Kühe, alles was das Kinderherz (und auch meins) begehrt! Dazwischen stehen die schönsten Almhütten und alles ist mittendrin im Ahornboden, einem Naturdenkmal mit 600 Jahre alten Bäumen, die im Herbst sicher wahnsinnig gut aussehen! (sehen sie, ich hab’s schon oft bei Instagram gesehen)

Und schon war die Woche rum! Innsbruck wäre für einen Ausflug auch nicht weit gewesen, aber das machen wir dann beim nächsten Mal! Ach, die Gebrauchsanweisung kann ich auch in diesem Fall sehr empfehlen!

Servus, Tirol! 

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