Unsere eigenen Etiketten!

Ich habe jetzt meine eigenen Etiketten und ich nähe sie in alle liebsten Kleidungstücke. Auf welch gute Ideen man so mit Kind kommt! Es hat nämlich auch welche, damit die Sachen in der Kita nicht verloren gehen. Der eigene Name als Label im Pullover macht ganz schön was her, da hätte ich auch schon eher drauf kommen können.

Als Mutter eröffnet sich mir seit über einem Jahr eine völlig neue Welt. Und ich rede jetzt nicht von Liebe und feuchten Küssen und auch nicht von Windeln oder Kinderarztbesuchen, nein nein, mir eröffnet sich eine ganz neue Welt des Einkaufens. Ich bin mittlerweile Expertin für geschmackvolle Baby- und Kleinkindbekleidung und kenne mich aus mit Hochstuhl, Kinderwagen und Spielzeug. Und es gibt noch so viel mehr! Kinder brauchen für den Kindergarten zum Beispiel beschriftete Kleidung, weil da gerne mal was verloren geht bei so vielen Mini-Mützen oder Wechselsachen für die dreckigen Momente des Lebens, die auf Vorrat gelagert werden müssen.

Meine Aufgabe besteht also darin, eine komplette Garderobe mit Ninas Namen zu versehen. Das hätte ich schnell mit Textilstift erledigen können, aber ich gebe alle Sachen direkt an Freunde weiter oder verkaufe sie, da wäre sowas Permanentes blöd.

Stattdessen habe ich meine Schneiderfreundin Franzi gefragt, ob sie denn nicht wüsste, wo man schöne Namensetiketten bestellen kann. Sie hat mir Ikast empfohlen und dann musste ich nur noch für Schriftart und Farbe von Stoff und Garn aussuchen. Nach dem Durchklicken aller Möglichkeiten habe ich mich, wie nicht anders zu erwarten war, für die schlichteste von allen Varianten entschieden – und auch noch welche für mich selber dazubestellt. Die Etiketten mit Namen und Stadt sahen einfach zu gut und irgendwie aus der Zeit gefallen aus, die muss ich mir in alle meine Sachen reinnähen! Und das ist auch der einzige Nachtteil: Ich saß einige Abende da und habe mit Nadel und Faden viele Etiketten in viele kleine Shirts, Hosen und Mützen genäht.

Und ich finde, es hat sich gelohnt, jedenfalls auf ästhetischer Ebene. Diese Etiketten schauen aus wie kleine Labels, die sich Designer in die Klamotten nähen und ich würde schon von zwei Freundinnen gefragt, ob ich da jetzt was unter Ninas Namen am Start hätte. (Schön wär’s!)

In praktischer Hinsicht hätte ich’s mir allerdings sparen können: Wenn im Kindergarten mal was verloren geht, schaut keiner aufs Schildchen innen drin. Ich fische alles aus der großen “Wem gehört das?”-Kiste und kann dann wenigstens sagen: “Ah ja, das ist unseres! Schau Nina,wie schön das aussieht!”


 

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