To Do & Done: September

To Do & Done September | Julie Fahrenheit

Nie war dieses Back to School-Gefühl stärker als in diesem Jahr. Okay, vielleicht zu der Zeit, als ich tatsächlich noch in die Schule gegangen bin. Fast genauso wie damals fühlt es sich aber auch jetzt an, der monatelange Urlaub ist vorbei, es hängt ein noch unbenutzter Mini-Rucksack an der Garderobe und ich mache wieder das, was ich ganz gut kann, nämlich in ein Mikrofon reden. Ich habe es nicht verlernt, das ist schonmal die allerbeste Nachricht, nach 12 Monaten nicht so selbstverständlich, und es macht noch genauso viel Spaß wie vorher. Eine Freundin hatte mir ja angekündigt, dass ich mit Baby keine Lust mehr auf Karriere haben werde, das stimmt nicht. Auch darüber: Erleichterung. Wir legen den Sommer also langsam beiseite und stürzen uns kopfüber in den Ernst des Lebens, das Baby und ich. Ich hoffe, wir versanden nicht im Alltag und ich hoffe, es geht vor allem ihr gut mit allen Entscheidungen, die wir für sie treffen. Auf einen gelungenen September, das wäre mir sehr wichtig dieses mal!

To Do

  • die erste Kastanie suchen (und aufheben, erhält die Gesundheit, sagt Mama) (Print von Ryo Takemasa)
  • mich langsam daran gewöhnen, dass ich jetzt auch Mama bin (seit das Baby es sagt, fühle ich mich wirklich wie eine, ich sage sogar manchmal “nein”, oh oh)
  • durch den Herbst radeln, seit ein paar Wochen habe ich einen Kindersitz am Fahrrad und es fühlt sich so gut an, wieder richtig mobil zu sein – das genaue Setting stelle ich hier mal nochmal vor
  • generell wieder bloggen, das habe ich im August mal ganz bewusst fast komplett sein gelassen, sind doch eh alle im Urlaub und mit wichtigeren Dingen beschäftigt
  • wieder arbeiten, ganz langsam, in homöopathischen Dosen (Termine stehen hier)
  • immer wieder dieses Lied anhören:

    Ich mag es eigentlich nicht, wenn jemand beim Singen so haucht, aber Billie Marten macht das schon sehr schön
  • nach Dresden fahren, Mamas Garten besetzen, die angekündigten Temperaturen sind besser als Anfang Juli, wir werden also den Herbstsommer (oder Sommerherbst) zelebrieren, diese letzten Tage sind ja immer die intensivsten und schönsten
  • später dann, wenn Herbstherbst ist: Waffeln backen, Tee trinken, Herbstdinge konsumieren
  • Blumenkohl zum Beispiel, geröstet mit Parmesan zum Beispiel
  • das Baby nicht mehr Baby nennen, denn ganz offensichtlich ist es jetzt ein Kleinkind, ein sehr KLEINES Kind, das sitzt und quatscht und Apfel schnurpst (MEIN Baby bleibt sie allerdings für immer)
  • das kleine Kind noch ein bisschen größer werden lassen, es nämlich in die Krippe bringen und nach einigen Wochen der Eingewöhnung mit mir auch da lassen, ohne mich, unvorstellbar und ich schließe nicht aus, dass ich weinen muss
  • an den Wochenenden arbeiten gehen und meiner Tochter hoffentlich mal genauso ein Vorbild sein wie meine eigene, immer voll berufstätige Mutter (Print von Designs by Maria)
  • sie an arbeitsfreien Tagen einfach mal nicht hinbringen zu den anderen Kindern, sondern Kastanien suchen gehen, und Eis essen (zu allen Jahreszeiten)
  • die Erholung aus den letzten 12 Monaten so lange es geht konservieren und die Bräune (Birkenstockstreifen auf den Füßen!) am liebsten auch
  • liebe Freunde treffen, die endlich mal wieder aus Kalifornien rüber geflogen kommen und wissen, dass wir ganz problemlos da anknüpfen, wo wir letztes Jahr aufgehört haben
  • in diesem Strickmantel leben, Tag und Nacht, sooooo weich!

Done

  • gelesen: Benedict Wells “Vom Ende der Einsamkeit”
  • gehört: Norah Jones – Im Oktober kommt ein neues Album raus und auch wenn die Musik in Expertenohren irgendwie basic ist, ich höre ihr so gerne zu. Hier ein erster Vorgeschmack:

    Herbstmusik, oder?a
  • dekoriert: die Wand rund um den Fernseher, ich bin sehr zufrieden
  • getragen: Dutt, mit kurzen Haaren geht das nämlich auch
  • rausgefahren: zum Pullinger Weiher, nach Alberzell, ins Freibad, dauernd in diverse Parks (ich bin so ein Draußi gerade)
  • geflogen: nach Stockholm, auch dazu später mehr
  • gekauft: einen kleinen Rucksack fürs Krippenkind und viele Klamotten fürs Kind (geht in Schweden sehr gut)
  • geliebt: die neue Band von Jenny Lewis mit dem schönen Namen Nice as Fuck
    https://www.youtube.com/watch?v=NMnUPy4dp4k
  • ausgemistet: den Kleiderschrank, immernoch unterwegs zur minimalistischen Garderobe, in diesem Herbst wird nicht viel Neues gekauft (sage ich jetzt)

zusätzliche Bilder via hier / hier / hier und hier

To Do: September| Julie Fahrenheit

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