Holundersirup, selbstgemacht

Holundersirup, selbstgemacht | Julie Fahrenheit

Es braucht nicht viel, um den Sommer zu schmecken, eigentlich nur ein Kilo Zucker. Und einen Spaziergang durch Wald und Wiese oder Park und Allee, Holunderbüsche wachsen ja fast überall. Und wenn man dann hier und da was abknipst, ist der Holundersirup, diese magische Flüssigkeit, die alles ein bisschen besser macht, nicht mehr weit.

Irgendwann mittendrin habe ich mich gefragt, ob das eigentlich verboten ist, einfach so im Park Holunderblüten abzuknipsen und mit nach Hause zu nehmen. Ist es nicht, habe ich jetzt mal nachgelesen, weitergemacht hatte ich natürlich trotzdem. Man darf sich an den Bäumen und Sträuchern der Stadt bedienen, wenn es im Rahmen bleibt (auf mundraub.org gibt es sogar eine Landkarte mit optimalen Abknipsstellen). Bei mir haben alle Blüten in eine kleine Tüte gepasst und sie reichen, um genau einen Liter Holundersirup herzustellen. In Bayern sagt man übrigens Holler – und das sage jetzt auch ich – HOLLER!

Und wie einfach das ist! Einfach unglaublich viel Zucker mit Wasser aufkochen und zusammen mit Zitronen, Zitronensäure und den Blüten ansetzen und die machen dann auch die ganze Arbeit. Nach mindestens einem, besser drei Tagen ist der magische Sirup dann fertig und verfeinert einfach alles – Wasser, Sekt, Kuchen, Tee, Eis,… HOLLER!

Als Utensilien braucht es nur einen großen Topf, Glasflaschen und einen Trichter. Als ich den heute im Kaufhaus suchte, erzählte ich der Verkäuferin freudestrahlend, wofür ich den bräuchte. “Hollersirup? Ja, das macht grad jeder!”

Holundersirup, selbstgemacht | Julie Fahrenheit

Holunderblütensirup

Zutaten:

  • etwa 25 Holunderblütendolden
  • 1 l Wasser
  • 1 kg Zucker
  • 2 unbehandelte Zitronen (oder 1 Zitrone/ 1 Orange)
  • 30 g Zitronensäure

Und dann:

  1. Holunderblüten von eventuellem Dreck befreien (am besten nicht waschen, damit der Blütenstaub nicht verloren geht)
  2. Zitronen heiß abwaschen und in Scheiben schneiden
  3. Wasser, Zucker und Zitronensäure vermischen und aufkochen (Mama hat die Zitronensäure mal weggelassen und es schmeckte scheusslich, der Extragang zur Drogerie lohnt sich also)
  4. Zitronenscheiben und Blüten in ein Gefäß mit Deckel schichten, de Sirup drüber gießen und abdecken
  5. mindestens 24 Stunden, maximal 3 Tage ziehen lassen und zwischendurch ab und zu umrühren
  6. durch ein feines Sieb oder Tuch gießen, noch einmal aufkochen und heiß in saubere Flaschen füllen

Angeblich hält der Sirup so bis zu einem Jahr. Ich habe aber auch den Tipp gelesen, einfach die Hälfte in Plastikflaschen zu füllen und einzufrieren – für frischen Holundersirup im Winter.

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