10 Dinge über Elliott


Elliott und der Mann & ich – wir kennen uns heute genau ein Jahr. Vor 367 Tagen (wegen Schaltjahr und so) haben wir den kleinen Flausch auf einem Bauernhof mitten im  Nirgendwo abgeholt, er hat gezittert und wollte nicht so gerne in der Kiste sitzen, die wir für den Rücksitz mitgebracht hatten. Erst als der Mann ihn auf den Schoß nahm, beruhigte er sich langsam.

Das Abenteuer begann und es war voller “Ui”s und “Hach”s und “Aus!” war auch dabei. Es ist erstaunlich wenig kaputt gegangen in diesem Jahr, nur ein paar Nerven mussten dran glauben. Aber insgesamt ist alles besser als vorher. Flauschiger, lauter, gemütlicher, anstrengender, zufriedener. Auf The Daily Elliott gibt es einen sehr detaillierter (und auch sehr niedlichen) Überblick und da ich Elliott ganz gut kennengelernt habe in diesen 365 Tagen, sind das hier noch zehn Dinge, die sonst (fast) keiner weiß:

 


1. Elliott ist geborener Sachse. Mittlerweile spricht er aber schon ganz gut Münchnerisch.

2. Elliott ist viel klüger als ich. Er merkt zum Beispiel genau, wann ich einschlafe und springt in Sekundenbruchteilen aufs Bett, rollt sich zusammen und simuliert Schlaf. Wenn ich davon aufwache, bringe ich es nicht übers Herz, ihn dann wieder runterzujagen. Nur ein Beispiel von tausenden. Oft ist es ja so, dass man als Hundebesitzer denkt “Ich bin der Chef, wir machen, was ich sage”. Dann macht der Hund manchmal sogar mit, um am Ende aber auf subtile Art und Weise doch wieder das zu tun, was er gerne mag. Und mich glauben zu lassen, das wäre meine Idee gewesen.

3. Elliott ist Vegetarier. Naja, fast. In seinem Trockenfutter ist Fleisch enthalten, aber ansonsten interessiert ihn Wurst und Fleisch nicht wirklich. Dafür steht er auf Gurke, Möhre, Apfel und Käse, Käse, Käse.

4. Elliott mag alle Menschen, manche Hunde, keine Kinder. Ich glaube Kinder machen ihm Angst. Kleine, wuselige Wesen, die grelle Schreie ausstoßen. Da ist er skeptisch und wenn er merkt, das kleine Biest hat Angst, dann wir mal schön gebellt, fertig ist. Haben Kinder keine Angst, wird gespielt, gestreichelt, an den Ohren (des Hundes) gezogen. Wir arbeiten dran, die Kinder hoffentlich auch. Bei Hunden ist es wie immer bei Artgenossen: es gibt richtig nette, mit denen kann man sich ewig lang die Zeit vertreiben, dann gibt es richtig doofe, die knurren oder beißen und dann gibt es die, die sind egal. Menschen hingegen sind immer super. Am liebsten mag Elliott ältere Damen, sehr wahrscheinlich wegen der Gegenliebe, die sie ihm entgegenbringen, auch wenn er die gute Hose vollsabbert. “Mei, is’ der liab!” ist hier ein oft gehörter Satz.

5. Elliott riecht nach gekochtem Reis.

6. Er ist ein Löwe. Wenn andere Hunde hinterm Hügel auftauchen, duckt er sich ins Gras oder auf den Asphalt ubd pirscht sich ran. Für das menschliche Auge kaum sichtbar.

7. Falls man ihn mal aus tausenden braunen Labradoren heraussuchen müsste: Elliott hat einen kleinen weißen Fleck auf seiner Brust. Und einen unter der rechten Vorderpfote.

8. Elliott kann High Five. Ich habe es ihm mit diesem Video selber beigebracht. Es war erstaunlich einfach und hat sich wirklich gelohnt. Bald gehen wir zum Zirkus damit.

9. Sein zweiter Name ist Steve, weil Steve Jobs ein paar Tage bevor wir ihn bekommen haben, gestorben ist. Sein dritter Name ist Cupcake. Weil

10. Elliott liebt mich, genau wie den besten Mann der Welt. Er läuft uns überall hin nach, egal ob im Park oder in der Wohnung, er wartet sogar vor dem Bad, wenn ich dusche. Aber wenn wir ein paar Tage verreisen und sich jemand anderes um ihn kümmert, dann läuft er eben ihm oder ihr nach. Es ist eine sehr praktische Liebe, die uns verbindet. Einige Male in diesem Jahr hätte ich ihn gerne auf den Mond geschnippst. Weil er an der Leine zerrte, weil er Vögel jagte und weil er einfach viel zu oft nicht machen wollte, was ich ihm sagte. Ich habe sogar geweint. Aber er flog nie zum Mond, ich bin sehr froh darüber und jeden Tag werde ich ein besserer Rudelanführer. Weil es ja weniger an ihm liegt als an mir – eines der Dinge, die ich gelernt habe in diesen aufregenden und tollen 367 Tagen. Danke für alles, Elliott, bleib so niedlich und werde weiter erwachsen! Ich finde Dich jetzt schon viel cooler als damals als Welpen.

Ach und 11. Elliott ist der beste Hund der Welt!

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