Nora Tschirner hat jetzt ne Band. Dieser Satz könnte belanglos sein und aus der Kategorie “Jetzt singt die auch noch”, aber er ist es nicht. Denn Nora Tschirner ist nicht Daniela Katzenberger, schon die Erwähnung im gleichen Atemzug tut mir direkt leid. Fräulein Tschirner ist vielmehr wie ich, nur natürlich mit Schauspieltalent und – erfolg, besserem Aussehen und (noch) mehr Coolness. In den vielen Interviews, die ich gelesen habe, kommt aber ansonsten sehr klar raus, dass wir im Kopf drin Zwillinge sind. Kurz: Ich mag Nora Tschirner, auch wenn ich in letzter Zeit viele ihrer Filme nicht gesehen habe und sie selten in der Gala drin ist, man also nicht viel Neues aus ihrem Leben erfährt. Was auch wieder toll ist und hiermit ja auch erstmal geändert wird.
Jetzt hat sie also eine Band, PRAG heißt die und setzt sich zusammen aus ihr, Erik Lautenschläger und Tom Krimi. Sie kennen sich aus dem Schulchor, was eigentlich schon als niedliche Geschichte reicht. Für die neue Band haben sie zusammen ein Label gegründet, auf der Bühne stehen sie zu Zehnt und die erste Single zeigt schon, dass es gerade nicht darum geht, dass Nora Tschirner jetzt eine Band hat, sondern dass sich hier Drei gefunden haben. Man spürt die Liebe zu alten Sachen und Gefühlen, sieht hübsche Tweedmäntel und Lidstrich. Alle Drei mögen sie die 50er und 60er Jahre und streuen ständig 80er Jahre-Referenzen ein. Man sieht sie auf einer Soirée, auf der sie mit anderen Bohemians Zigaretten rauchen und Musik mithilfe von Hackbrettern und Mandolinen machen.
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Da ich ein bisschen verknallt bin Nora Tschirner (so wie damals in Pierre Cosso) und wir wie gesagt auch irgendwie eins sind, bin ich eventuell voreingenommen, aber: Dieses Lied ist toll, toll, toll. Vom Album “Premiere” erwarte ich mindestens die Herbstplatte des Jahres und ich hoffe, sie singt darauf auch mal. Wenn sie das so gut kann wie ich, sollte da nichts schiefgehen.
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“Diese temporären Sternchen hätten alle keine Chance bei uns gehabt/
Um uns zu bezaubern, musste man Madonna heißen oder auch Prinzessin eines Zwergenstaates sein/
damit da irgendwas ging, damit da irgendetwas ging.”
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4 comments
Annika says:
Aug 30, 2012
Ich flipp aus! Wie großartigfantastisch! <3
Domi S. says:
Oct 1, 2012
Hey Julie,
auch ich bin ein wenig verknallt in Nora Tschirner (und damit vermutlich der einzige Kerl zwischen 22 – 32 Jahren) und nachdem mir letzte Woche die letzte FIVA MC Karte für München vor der Nase weggeschnappt wurde derzeit in einer tiefen Depression. Mit diesem Song kann man sich aber tatsächlich so wunderbar in den Schlaf heulen, dass das anstehende Konzert von Prag mir wieder ein wenig neuen Lebensmut verschafft..
Kerstin says:
Oct 7, 2012
Die Story is einfach derbe cool! Und Nora sowieso. Manche Personen haben irgendwie den Coolheitsfaktor. Und dann finden die auch irgendwie alle toll. Aber nicht so wie irgendwelche Stars auf dem Pop-Olymp. Man denkt – man kennt sie schon ewig. Wie ne Freundin aus ewigen Zeiten. Mit der würde man gern Bier trinken, sich schlechte Witze erzählen, was dummes anstellen und irgendwie fände man das alles super
Jetzt sind sicher alle total neidisch. Sollen sie doch!
Finds super, dass Du nicht beirren hast lassen
Fazit: Das gefällt mir
Julie says:
Oct 9, 2012
Wir verstehen uns!